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Am Samstag ist etwas passiert, worauf die Zoll- und Außenwirtschaftswelt seit Jahren gewartet hat: Der reformierte Unionszollkodex (R-UZK) – rechtlich die Verordnung (EU) 2026/2108 – wurde im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Formal in Kraft getreten ist er einen Tag später, am Sonntag, dem 20. September 2026; öffentlich kommuniziert hat die EU-Kommission den Start des schrittweisen Anwendungsprozesses am Montag, dem 21. September.
Klingt nach einem Verwaltungsakt. Ist aber der Startschuss für die größte Zollreform seit Einführung des UZK 2016, mit Folgen für so gut wie jedes Unternehmen, das Waren über EU-Grenzen bewegt.
Die gute Nachricht: Es gibt keinen einzigen Stichtag, an dem plötzlich alles anders ist. Die schlechte Nachricht: Genau das verleitet viele Unternehmen dazu, das Thema erst einmal zu ignorieren, und genau das wird sich rächen.
Was ist am 20. September 2026 konkret passiert?
Mit der Veröffentlichung im Amtsblatt am Samstag, dem 19. September, ist das europäische Gesetzgebungsverfahren zum R-UZK formell abgeschlossen. Die Reform ist am Tag darauf, also am Sonntag, dem 20. September 2026, in Kraft getreten. Bereits ab diesem Inkrafttreten gelten einige Regelungen sofort, etwa neue Rechtsbegriffe wie „Sendung", „Fernverkauf von aus Drittländern eingeführten Waren" und „Warenposition" sowie erste Grundlagen für die künftige EU-Zollbehörde und die EU-Zolldatenplattform. Die EU-Kommission hat den Start öffentlich am darauffolgenden Montag, dem 21. September, kommuniziert – daher kursiert in vielen Berichten dieses Datum als „Startschuss".
Der Großteil der praktischen Pflichten entsteht jedoch erst mit nachgelagerten Durchführungs- und delegierten Rechtsakten sowie mehrjährigen Übergangsfristen. Wichtig für die Einordnung: Der R-UZK ist eine EU-Verordnung und gilt damit unmittelbar und unionsweit – anders als bei einer Richtlinie müssen die Mitgliedstaaten sie nicht erst in nationales Recht umsetzen. Der Großteil der Vorschriften wird erst ab dem 21. September 2027 unionsweit unmittelbar anwendbar, also rund zwölf Monate nach Inkrafttreten.
Der Zeitplan im Überblick
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Zeitpunkt
Was passiert
20. September 2026
R-UZK tritt in Kraft, erste Definitionen und Bestimmungen gelten sofort
1. November 2026
Union Handling Fee (UHF) und verpflichtende Produktidentifikatoren (PIDs) für Fernverkäufe aus Drittländern werden fällig
21. September 2027
Der Großteil der Vorschriften wird unionsweit unmittelbar anwendbar
voraussichtlich 2027
Die neue EU-Zollbehörde (EUCA) nimmt ihre Arbeit auf
1. Juli 2028
EU-Zolldatenplattform wird für E-Commerce-Sendungen verbindlich
Zoll to Date liefert Ihnen das ganze Jahr über aktuelles Wissen zu Zollrecht und Außenwirtschaft. Im Februar 2027 geht dieses Wissen live in die Tiefe: An drei Terminen in München, Düsseldorf und online diskutieren Sie mit Fachexperten und Berufskolleginnen und -kollegen über die entscheidenden Praxisfragen des Jahres. Hier erfahren Sie, was Aufschlag 2027 von einem klassischen Präsenzseminar unterscheidet, wer die Workshops leitet und wie Sie sich Ihren Platz sichern.
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Warum wir jetzt auch auf Präsenz setzen und warum anders als der Rest der Branche
Als digitaler Bildungsanbieter eine Live-Veranstaltung anzukündigen, klingt im ersten Moment nach einem Widerspruch. Ist es aber nicht. Es ist die konsequente Antwort auf eine Frage, die uns immer wieder erreicht hat.
Viele von Ihnen haben uns rückgemeldet: „Zoll to Date ist großartig, aber manchmal möchte ich einfach nachfragen." Und: „Ich würde mich gern mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Unternehmen austauschen."
Beide Wünsche sind berechtigt. Fachwissen im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht entfaltet seinen Wert erst, wenn man es hinterfragen und im Kreis von Fachleuten spiegeln kann. Und der Blick über das eigene Unternehmen hinaus, wie andere dieselben Compliance-Fragen lösen, ist oft mehr wert als jede Kommentarliteratur.
Der naheliegende Reflex wäre gewesen, es dem Rest der Branche gleichzutun: ein Präsenz-Jahresupdate zum Jahreswechsel, Vortrag, Kaffeepause, nach Hause. Wir haben uns diese Standardlösung genauer angesehen und festgestellt, dass sie genau die beiden Wünsche, die sie erfüllen soll, verfehlt.
Warum das klassische Präsenzseminar an beidem vorbeigeht
Wissen muss sich erst einmal setzen. Das ist keine Floskel, sondern eine der belastbarsten Erkenntnisse der Lernpsychologie. Frisch Gehörtes ist noch nicht anschlussfähig. Die wirklich wertvollen Fragen entstehen nicht im Seminarraum, während der Referent noch spricht. Sie entstehen Wochen später am Schreibtisch, wenn Sie das Gelernte auf einen konkreten Fall in Ihrem Unternehmen anwenden: Wie setze ich diese Neuerung bei uns in die Praxis um? Was bedeutet das für unsere Prozesse, unsere Bewilligungen, unsere Lieferkette?
Genau in dem Moment, in dem diese Fragen reifen, ist das klassische Jahresupdate längst vorbei. Man sitzt allein mit der Frage, die man im Seminar noch gar nicht stellen konnte, weil man sie damals noch gar nicht hatte.
Networking als Glückssache. Der zweite Wunsch, der Austausch mit Gleichgesinnten, läuft im Standardformat oft ins Leere. Wer sich für ein Jahresupdate anmeldet, weiß nicht, wer sonst im Raum sitzt. Man landet vielleicht neben jemandem mit ganz anderem Schwerpunkt, ganz anderen Fragestellungen, aus einer ganz anderen Welt. Vernetzung passiert dann rein zufällig, und Zufall ist eine schlechte Grundlage für den fachlichen Austausch, den Sie eigentlich suchen.
Unsere Antwort: das Richtige zur richtigen Zeit
Wir haben deshalb gefragt: Wie erfüllen wir die dahinterliegenden Bedürfnisse tatsächlich? Das Ergebnis ist eine Kombination aus zwei Formaten, die sich gegenseitig verstärken.
Das Wissen kommt digital, das ganze Jahr über. Mit unserer Reihe Zoll to Date vermitteln wir Monat für Monat die relevanten Neuerungen aus Zollrecht und Außenwirtschaft, dann, wenn sie eintreten, nicht gebündelt im Rückblick. So hat Ihr Wissen das ganze Jahr Zeit, sich zu setzen.
Die Vertiefung kommt live, genau dann, wenn die Fragen gereift sind: bei Aufschlag 2027.
Was Sie bei Aufschlag 2027 erwartet
Aufschlag 2027 ist bewusst kein Vortragsformat, sondern ein Workshop. Die Neuerungen des Jahres werden nicht noch einmal referiert, sondern gezielt und praxisorientiert vertieft, im direkten Austausch mit Experten und Berufskolleginnen und -kollegen.
Drei Themengruppen, zwei Fachexperten pro Gruppe
An jedem Termin diskutieren Sie in einer von drei thematischen Gruppen:
Exportkontrolle mit Dr. Ulrich Möllenhoff und Sabine Schröder
Zollrecht mit Stefanie Schick und Patrick Nieveler
Warenursprungs- und Präferenzrecht mit Klaus Pelz und Svenja Sausen
Jede Gruppe wird von den externen Fachexperten gemeinsam mit den Pasani-Expertinnen und -Experten begleitet. Sie erhalten damit nicht nur Zugang zu ausgewiesenen Spezialisten für Ihren Schwerpunkt, sondern auch ein kuratiertes Networking: Sie sitzen nicht zufällig neben irgendwem, sondern gezielt in der Runde, die Ihre fachlichen Fragestellungen teilt.
Termine und Orte
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Standort
Datum
München, Novotel
4. Februar 2027
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Düsseldorf, Leonardo Royal
15. Februar 2027
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Online
16. Februar 2027
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Ein Ticket pro Termin – Ihre Themengruppe (Exportkontrolle, Zollrecht oder WuP) wählen Sie nach dem Kauf.
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