Comenius EduMedia Medaille 2026: Warum Pasani Academy die höchste Auszeichnung für digitales Lernen gewonnen hat

Blog Post Header Image EduMedia Award 26
Carolin Becker
News

Die höchste Auszeichnung für digitales Lernen

Am 22. Juni 2026 hat unser Team in Paderborn etwas mit nach Hause gebracht, das uns sprachlos gemacht hat: die Comenius EduMedia Medaille der Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien e.V. (GPI), die höchste Auszeichnung, die dieser renommierte Preis für digitale Bildungsmedien vergibt.

Letztes Jahr hatten wir bereits das Comenius-Siegel erhalten. Dieses Jahr die Medaille.

Aber dieser Blogpost ist kein Jubelbeitrag. Er ist eine ehrliche Antwort auf die Frage, die uns seitdem am häufigsten gestellt wird:

Was hat Pasani Academy ausgezeichnet? Und was bedeutet das für Unternehmen im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht?


Was ist der Comenius EduMedia Award?

Der Comenius EduMedia Award ist eine der bedeutendsten internationalen Auszeichnungen für digitale Bildungsmedien im deutschsprachigen Raum. Er wird jährlich von der Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien e.V. (GPI) vergeben und bewertet digitale Lernmedien nach vier streng definierten Dimensionen:

  • Pädagogisch-inhaltliche Qualität: Sind die Inhalte wissenschaftlich fundiert, rechtssicher und zielgruppengerecht?
  • Didaktisch-methodische Qualität: Wie ist das Lernkonzept gestaltet? Fördert es nachweisbar Handlungskompetenz?
  • Medial-gestalterische Qualität: Ist die Plattform professionell, barrierefrei und lernförderlich gestaltet?
  • Organisatorisch-technische Qualität: Ist das System flexibel integrierbar und skalierbar für betriebliche Kontexte?

Die Comenius-Medaille ist die höchste Stufe der Auszeichnung und wird nur vergeben, wenn ein Medium in allen vier Dimensionen einen herausragenden Maßstab setzt.


Was die Jury über Pasani Academy gesagt hat?

Die Laudatio für unser interaktives eLearning im internationalen Zoll- und Außenwirtschaftsrecht hat uns tief bewegt:

„Die LKL Pasani Academy GmbH setzt mit ihrem interaktiven eLearning im internationalen Zoll- und Außenwirtschaftsrecht in allen vier Bewertungsdimensionen einen herausragenden Maßstab und ist damit in besonderer Weise der Comenius-Medaille würdig.“

Besonders hervorgehoben wurden:

  • Wissenschaftlich fundierte, praxisorientierte Inhalte, die komplexe Regelwerke verständlich, aktuell und zielgruppengerecht aufbereiten
  • Die Pasani-Lehrmethode mit kurzen Expertenvideos, interaktiven Vertiefungen, adaptiven Lernpfaden, Pre-Tests und algorithmisch gestützten Wiederholungslogiken
  • Ein Lernarrangement, das nicht auf bloße Teilnahme, sondern auf nachweisbare Handlungskompetenz zielt
  • Barrierearme Gestaltung, professionelle audiovisuelle Qualität und lernförderliche Reduktion ohne Überfrachtung
  • Die Vielfalt der Lehrmittel: Expertenvideos, fallbasierte Aufgaben, Quizformate, KI-gestützte Hilfen und mehrsprachig lokalisierte Inhalte

Das Fazit der Jury:

„Selten erfüllt ein solches digitales Medium fast 100 % der Bewertungskriterien. Das Team der LKL Pasani Academy GmbH hat Perfektion erreicht und verdient sich daher die Comenius-Medaille. Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team!“


Warum diese Auszeichnung anders ist?

Der Comenius EduMedia Award ist kein Publikumspreis. Er wird nicht durch Klickzahlen, Social-Media-Reichweite oder Umsatzzahlen vergeben. Die Jury besteht aus unabhängigen Expertinnen und Experten aus Pädagogik, Lernforschung und Medienwissenschaft, die eingereichte Lernmedien nach streng definierten wissenschaftlichen Kriterien bewerten.

Für uns bedeutet diese Auszeichnung: Der Ansatz, den wir seit Jahren verfolgen, hält wissenschaftlicher Prüfung stand.

Und das ist keine Selbstverständlichkeit, wie ein Blick auf die Lernforschung zeigt.


Das Problem mit den meisten Weiterbildungsformaten

Die betriebliche Weiterbildung in Deutschland wird trotz jahrzehntelanger Lernforschung von drei Formaten dominiert, die alle wissenschaftlich dokumentierte, schwerwiegende Defizite aufweisen: das Präsenzseminar, das Webinar und das klassische Web-Based Training (WBT).

1. Das Präsenzseminar und die Vergessenskurve

Der deutsche Psychologe Hermann Ebbinghaus beschrieb bereits 1885 die sogenannte Vergessenskurve. Sie zeigt: Ohne aktive Wiederholung gehen innerhalb von 24 Stunden rund 70 Prozent des neu Gelernten verloren, nach einer Woche rund 75 Prozent. Murre und Dros (2015) replizierten diesen Befund mit über 23.000 Datenpunkten in PLoS ONE und bestätigten seine Universalität.

Ein Präsenzseminar ist per Definition ein Einmalereignis. Der Teilnehmende wird an einem Tag mit großen Informationsmengen konfrontiert und hat danach keine strukturierte Möglichkeit zur Wiederholung. Das ist kein Qualitätsproblem einzelner Anbieter, sondern ein strukturelles Problem des Formats.

Die Forschung zur Spaced Repetition zeigt den Gegenentwurf: Inhalte, die in zeitlich gestaffelten Intervallen wiederholt werden, können mit einer Behaltensleistung von über 90 Prozent gespeichert werden.

2. Das Webinar und Virtual Fatigue

Webinare galten als moderne Antwort auf das Präsenzseminar. Aber Lernforschung und Neurowissenschaft haben ein Problem identifiziert, das weit über schlechten WLAN-Empfang hinausgeht: Virtual Fatigue.

Ein Forscherteam um René Riedl (FH Oberösterreich / Universität Linz) und Gernot Müller-Putz (TU Graz) wies 2023 in Scientific Reports erstmals neurophysiologisch nach, dass eine 50-minütige Videokonferenz Teilnehmende signifikant stärker erschöpft als eine identische Präsenzveranstaltung, messbar per EEG und EKG. Die Gehirnwellenaktivität und Herzratenvariabilität zeigten charakteristische Erschöpfungsmarker.

Eine parallel dazu veröffentlichte Studie (Li et al., 2022, Computers in Human Behavior Reports) mit 1.145 Vollzeitbeschäftigten zeigte: 46,2 Prozent berichten über chronische Erschöpfung durch Videokonferenzen. Je häufiger Webinare genutzt wurden, desto stärker stieg die Fatigue, und zwar um rund 50 Prozent.

In der Praxis dauern betriebliche Webinare oft zwei bis vier Stunden. Lernende, die bereits nach 50 Minuten neurophysiologisch erschöpft sind, können in der zweiten Hälfte kaum noch Wissen aufnehmen.

3. Das klassische WBT und die Illusion von Kompetenz

Web-Based Trainings lösen das Zeit- und Ortsproblem, scheitern jedoch bei komplexen Inhalten an einem Designproblem: Sie behandeln Lernende als passive Konsumenten.

Das ICAP-Framework von Michelene Chi (2014), eines der einflussreichsten Modelle der modernen Lernforschung, ordnet Lernaktivitäten auf einer Skala von passiv über aktiv und konstruktiv bis interaktiv ein. Drag-and-Drop und Multiple-Choice-Klicks, wie sie klassische WBTs einsetzen, erreichen bestenfalls die aktive Lernstufe. Nachhaltiges Wissen erfordert konstruktive und interaktive Verarbeitungstiefe. Klassische WBTs bieten diese Tiefe strukturell nicht.

Hinzu kommt der Completion Bias: Ein bestandener Abschlusstest suggeriert Kompetenz. In Wahrheit messen WBT-Tests fast ausschließlich Wiedererkennung, nicht Abruf oder Transfer. Im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht, wo fehlerhafte Entscheidungen Nachzahlungen, Bußgelder oder persönliche Haftung bedeuten, kann diese Illusion teuer werden.


Die Pasani-Methode: 5 Kernelemente mit wissenschaftlicher Grundlage

Die Pasani-Methode ist die direkte Antwort auf diese drei wissenschaftlich dokumentierten Defizite. Jede Designentscheidung ist mit einem Forschungsbefund begründet.

Element 1: Kurze Experten-Lernvideos (ca. 5 Minuten)

Echte Fachexpertinnen und -experten aus dem Zoll- und Außenwirtschaftsrecht erklären Inhalte aus eigener Berufserfahrung: Beraterinnen, Rechtsanwälte, Steuerberaterinnen, ehemalige Zollbeamte. Kein Skriptlesen, keine Avatare.

Element 2: Interaktive Vertiefungselemente

Nach jedem Video folgen interaktive Elemente, die den Inhalt elaborieren, durch Praxisbeispiele kontextualisieren, mit Rechtsvorschriften verknüpfen und durch Aufgaben zur aktiven Verarbeitung auffordern.

Element 3: Die 10-Minuten-Lektionsstruktur

Jede Lektion besteht aus einem fünf Minuten Video plus fünf Minuten interaktive Elemente. Diese Struktur adressiert drei Kernprobleme gleichzeitig: begrenzte Aufmerksamkeitsspanne, kognitive Überlastung und mangelnde Integrierbarkeit in den Arbeitsalltag.

Ein 10-Minuten-Modul passt in eine Kaffeepause, eine Wartezeit zwischen Meetings oder die erste Stunde des Arbeitstages. Die Skalierbarkeit ist dabei elegant: Ein Einführungskurs kann aus drei Lektionen bestehen, ein umfassender Exportkontroll-Lehrgang aus 36, ein Masterclass-Programm zum Präferenzrecht aus 72. Die Qualität bleibt immer gleich.

Element 4: Anspruchsvolle Lernzielkontrollen mit Distributed Testing

Lernzielkontrollen finden nicht nur am Kursende statt, sondern in regelmäßigen Intervallen im Schnitt nach etwa zwei Stunden Lerninhalt. Neben Multiple-Choice kommen Zuordnungsaufgaben, Sequenzierungsaufgaben, szenariobasierte Entscheidungsaufgaben und Wahr-Falsch-Aussagen mit Begründungspflicht zum Einsatz.

Element 5: Die Pre-Test-Funktion als Compliance-Instrument

Bevor Teilnehmende eine Schulung absolvieren, durchlaufen sie einen Test zu den Kursinhalten. Bestehen sie, erhalten sie ihr Zertifikat ohne den Kurs erneut durchlaufen zu müssen. Nur wer den Pre-Test nicht besteht, wird in die Schulung geleitet.

Das löst ein gravierendes Problem der betrieblichen Weiterbildung: Schulungsmüdigkeit. Mitarbeitende, die dieselbe Exportkontroll-Schulung zum dritten Mal in zwei Jahren absolvieren müssen, obwohl sie den Stoff längst beherrschen, entwickeln eine generelle Abwehrhaltung (Knowles, 1980, Andragogik).

Aus Compliance-Sicht ist die Pre-Test-Funktion in dreifacher Hinsicht überlegen: Sie dokumentiert tatsächliches Wissen, statt bloßer Teilnahme, identifiziert Wissensdefizite als diagnostisches Instrument, und erzeugt ein belastbares Compliance-Dokument bei minimalem Zeitaufwand.


Was das für das Compliance-Management bedeutet?

Das Zoll- und Außenwirtschaftsrecht ist kein akademisches Fachgebiet. Es ist ein Bereich mit direkten rechtlichen Konsequenzen: Zölle sind Steuern. Fehlerhafte Zollanmeldungen können Nacherhebungen, Bußgelder oder strafrechtliche Ermittlungen nach sich ziehen. Verstöße gegen Exportkontrollvorschriften (AWG/AWV, EU Dual-Use-Verordnung 2021/821) können zu Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren führen.

Der IDW PS 980, der zentrale Standard für Tax Compliance Management Systeme in Deutschland, definiert Schulung als konstitutives Element eines wirksamen CMS: Ohne Schulung keine Enthaftungswirkung. Der Bundesgerichtshof bestätigte 2017 (BGH, 1 StR 265/16), dass ein funktionierendes CMS bei der Zumessung von Sanktionen strafmildernd berücksichtigt werden kann.

Die sechs Bausteine der Pasani-Methode (Wissensdatenbank, Awareness-Schulungen, regelmäßige Aktualisierung, unternehmensspezifische Erweiterbarkeit, Pre-Test-Funktion und KI-Chatbot) erfüllen die sieben Grundelemente des IDW PS 980 in einer direkten Entsprechung.

Eine unabhängige Jury hat bestätigt: Dieses System funktioniert.


Was uns diese Auszeichnung bedeutet?

Wir bei Pasani arbeiten in einem Rechtsgebiet, das sich schneller verändert als fast jedes andere: Sanktionsverordnungen werden im Wochentakt aktualisiert, Freihandelsabkommen treten in Kraft, Zolltarife ändern sich, der Reform-UZK transformiert das europäische Zollrecht grundlegend.

In diesem Umfeld reicht es nicht, gute Inhalte zu produzieren. Es braucht ein Lernkonzept, das sicherstellt, dass Wissen wirklich ankommt und langfristig angewendet wird.

Die Comenius EduMedia Medaille 2026, nach dem Siegel im Vorjahr, ist für uns der Beleg, dass dieser Anspruch nicht nur ein Versprechen ist und gleichzeitig ist sie der Ansporn dafür weiterzumachen, dranzubleiben und jeden tag ein bisschen besser zu werden.


Pasani Academy ausprobieren

Wer wissen möchte, wie sich das Lernen mit Pasani Academy anfühlt, kann jetzt mit einem kostenlosen Probezugang starten und die Pasani-Methode selbst erleben.

Kostenfrei testen
Was ist der Comenius EduMedia Award?

Der Comenius EduMedia Award ist eine der bedeutendsten Auszeichnungen für digitale Bildungsmedien im deutschsprachigen Raum, vergeben von der Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien e.V. Er bewertet Lernmedien nach vier wissenschaftlichen Dimensionen: pädagogisch-inhaltlich, didaktisch-methodisch, medial-gestalterisch und organisatorisch-technisch. Die Comenius-Medaille ist die höchste Auszeichnung.

Was hat Pasani Academy beim Comenius EduMedia Award 2026 gewonnen?

Pasani Academy (LKL Pasani Academy GmbH) hat 2026 die Comenius-Medaille gewonnen, die höchste Auszeichnung des Comenius EduMedia Awards, für ihr interaktives eLearning im internationalen Zoll- und Außenwirtschaftsrecht. Die Jury bescheinigte, dass das Medium in allen vier Bewertungsdimensionen einen herausragenden Maßstab setzt und fast 100 % der Bewertungskriterien erfüllt.

Was ist die Pasani-Methode?

Die Pasani-Methode ist ein wissenschaftlich fundiertes eLearning-Konzept für das Zoll- und Außenwirtschaftsrecht. Sie besteht aus fünf Kernelementen: kurze Experten-Lernvideos (ca. 5 Min.), interaktive Vertiefungselemente (Retrieval Practice), einer 10-Minuten-Lektionsstruktur, anspruchsvollen Lernzielkontrollen (Distributed Testing) und einer Pre-Test-Funktion. Jedes Element ist auf Basis lernpsychologischer und kognitionswissenschaftlicher Forschung konzipiert.

Warum versagen klassische Weiterbildungsformate im Zollrecht?

Präsenzseminare, Webinare und klassische WBTs weisen wissenschaftlich dokumentierte strukturelle Defizite auf: Die Vergessenskurve (Ebbinghaus, 1885; Murre & Dros, 2015) zeigt, dass ohne Wiederholung 70 % des Gelernten nach 24 Stunden vergessen sind. Virtual Fatigue (Riedl et al., 2023) erschöpft Webinar-Teilnehmende neurophysiologisch messbar. Und klassische WBTs erreichen nach dem ICAP-Framework (Chi & Wylie, 2014) nur die unteren Lernkompetenz-Stufen.

Inhalt des Beitrags







Das könnte Sie auch interessieren

Sie haben Fragen?

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Fehler: Kontaktformular wurde nicht gefunden.